Inhalationstherapie für Pferde
Ein Ultraschall-Inhalator vernebelt Medikament oder Kochsalzlösung – abgestimmt mit dem Tierarzt.
Wenn die Pferdelunge Unterstützung braucht
Pferde sind anfällig für Atemwegserkrankungen. Nach Koliken stellen sie die zweithäufigste innere Erkrankung dar. Dabei kann schon eine akute Bronchitis bei unzureichender Behandlung zu einem chronischen Problem werden.
Weitere chronische Lungenleiden, wie z. B. die chronisch-obstruktive Bronchitis (COB) oder Staub- und Futtermittelallergien, erfordern eine meist lebenslange Therapie der empfindlichen Pferdelunge. Mit der Inhalationstherapie können Sie vorbeugen und unterstützend behandeln.
Die Wirkungsweise
Bei akuten und vor allem chronischen Atemwegserkrankungen hat sich die Behandlung mit einem Ultraschall-Inhalator als schonende und gleichzeitig hochwirksame Begleittherapie erwiesen. Der Vernebler im Gerät zerstäubt die Medikamentenlösung in feinste Tröpfchen (Aerosolpartikel), die bis in die feinsten Bronchialverzweigungen der Lunge vordringen und dort wirken. Diese Methode reduziert die zu verabreichende Medikamentenmenge und schont den Gesamtorganismus des Pferdes.
Welche Medikamente in welcher Dosierung wie oft von Ihrem Pferd inhaliert werden sollen, stimmen Sie mit dem behandelnden Tierarzt ab. Neben der medikamentösen Behandlung ist auch eine medikamentenfreie Inhalation mit 0,9%iger Kochsalzlösung möglich.
Inhalation mit Kochsalzlösung
- befeuchtet ausgetrocknete und gereizte Schleimhäute
- verflüssigt Schleim
- erleichtert das Abhusten
Empfehlung
- zwei Inhalationseinheiten pro Tag
- je 15 bis 20 Minuten
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